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ADR-0007 — Die Installation fragt nur nach dem Netz; das Konsolenmenü zeigt Zustand vor Handlung
Stand: Angenommen, 01.09.2026 · Entscheidet: CIO Thomas Reitz
Setzt voraus: ADR-0004 (Abbild bleibt klein) · ADR-0002 (Startverfahren und Rücksprung) · ADR-0005 (Notfallzugang als Stufe 1)
Worum es geht
Der Abbildbau steht, und die Ersteinrichtung läuft heute vollständig unbeaufsichtigt — eine Autoinstall-Datei, ein Zeitschalter von einer Sekunde, keine einzige Frage. Für einen Prüfaufbau ist das richtig. Für ein Gerät, das bei einem Kunden ins Rack kommt, ist es unmöglich: Niemand hat ihm gesagt, welche Adresse es haben soll.
Umgekehrt war nie festgelegt, was nach der Installation geschieht. Jemand meldet sich an der
Konsole an — und sieht eine leere Eingabeaufforderung. ADR-0005 hat den Notfallzugang als Stufe 1
vorgesehen, aber nie ausgestaltet.
Als Vergleich lag der Installer von Proxmox VE nahe: Lizenz, Zieldatenträger mit Dateisystem- und Aufteilungsoptionen, Land und Zeitzone, Passwort, Netz, Zusammenfassung. Er ist der richtige Vergleich — und an genau einer Stelle das falsche Vorbild.
Die Entscheidung
1 · Gefragt wird nur, was das Gerät nicht selbst wissen kann
| Wird gefragt | Wird nicht gefragt |
|---|---|
| Zieldatenträger, sobald mehr als einer da ist | Aufteilung und Dateisystem |
| Land, Zeitzone, Tastatur | Paketauswahl |
| Verwalterkennung und Passwort | Startverwalter |
| Netz: Rechnername, Adresse, Gateway, DNS | alles Übrige |
Der eigentliche Grund, warum eine Installation überhaupt Fragen stellt, ist die Einbindung ins Netz des Kunden. Alles andere ist entschieden, und zwar von uns.
2 · Die Aufteilung wird nicht angeboten — sie ist unerreichbar
Umgesetzt über interactive-sections in der Autoinstall-Datei: Was dort nicht aufgeführt ist,
bleibt vorbelegt und wird nicht angezeigt. Der Speicherabschnitt steht nicht darin.
Proxmox bietet Dateisystemwahl, weil es eine allgemeine Plattform ist. Wir dürfen sie nicht bieten, weil unsere Aufteilung die Produktzusage ist.
EFI 1 GB, zwei Wurzeln à 40 GB, Bestand als Rest — daraus besteht der Rücksprung. Wer sie wählen darf, darf ihn abwählen. Und dann steht ein Gerät beim Kunden, dessen wichtigste Eigenschaft bei der Installation verlorenging, ohne dass es jemand bemerkt hat.
Das ist dieselbe Linie wie im ganzen Vorhaben: durchgesetzt vom Mechanismus, nicht von der Zurückhaltung des Benutzers.
3 · Nach dem Login kommt Zustand, dann Handlung
Der Konsolenbereich zeigt ohne einen einzigen Tastendruck:
- Welche Wurzel läuft — A oder B
- Wie der letzte Selbstprüflauf ausging, und der Bootzähler
- Die Netzadresse
- Unter welcher Adresse die Verwaltungsoberfläche der Nutzlast erreichbar ist
Der letzte Punkt ist der wertvollste und bei Proxmox abgeschaut: Es ist die Antwort auf „Installation fertig, und jetzt?" — die Frage, die sonst ein Anruf wird.
Darunter die Handlungen, nach Häufigkeit geordnet, nicht nach Wichtigkeit:
Netz einrichten · Selbstprüflauf ausführen und sein Protokoll zeigen · Wurzel wechseln und Rücksprung von Hand erzwingen · Nutzlast anhalten und starten · Protokolle ansehen · Diagnosepaket erzeugen · Neustart · Herunterfahren · Kommandozeile, bewusst als letzter Eintrag.
Netz zuerst, weil es der mit Abstand häufigste Grund ist, warum jemand vor einer Konsole steht.
4 · Was dort nicht hineingehört
Nichts, was der Verwaltungsoberfläche der Nutzlast gehört — keine Module, keine Lizenzen, keine Vorgänge, keine Freigaben.
Der Grund steht in ADR-0005 und ist hart: Die eine Oberfläche muss den Ausfall der anderen
überleben. Sobald an der Konsole Module verwaltet werden können, ist sie keine Notfalloberfläche
mehr, sondern eine zweite Verwaltung — mit zweiter Rechteprüfung, zweiter Spur und zweitem
Fehlerbild.
Und die Zuständigen sind verschieden: Der Konsolenbereich gehört dem Betreiber und repariert ein krankes Gerät. Die Weboberfläche gehört dem Admin des Kunden und führt den Betrieb.
5 · Der Splash an drei Stellen
| Stelle | Technik | Sicher? |
|---|---|---|
| Startmenü des Mediums | GRUB-Thema, Hintergrundbild, eigene Einträge | ja |
| Systemstart des Geräts | Plymouth-Thema | ja |
| Installationsvorgang | Plymouth im Start-Abbild des Mediums | zu prüfen |
Dazu der Zeitschalter des Startmenüs von einer Sekunde auf zehn — sonst sieht niemand das Menü.
Die Textoberfläche des Installers bleibt. Ein grafischer Installer wäre ein eigenes Erzeugnis mit eigener Pflege; Proxmox unterhält seines seit Jahren. Zwischen einem gestalteten Startmenü und einem gestalteten Systemstart liegt nur die Zeit, in der jemand fünf Felder ausfüllt.
Was daraus für die Gestaltung folgt — und es ist nicht offensichtlich
Auf dem Splash steht
XinionOS, nicht der Name eines Produkts.
Die CLAUDE.md dieser Ablage sagt: Nirgends in dieser Ablage steht der Name eines Produkts. Das
gilt für den Startbildschirm genauso wie für den Programmtext — dieselbe Geräteschicht trägt die
ITSM-Appliance und die Anwendungsplattform, und ein Startbildschirm, der eine davon nennt, ist auf
dem anderen Gerät falsch.
Der Produktname erscheint erst, wenn die Nutzlast startet.
Was es kostet
Eine interaktive Installation ist ein Abnahmefall mehr. Sie kann an Stellen scheitern, an denen eine unbeaufsichtigte nie war — falsche Eingaben, abgebrochene Sitzungen, unerreichbares Netz.
Und die unbeaufsichtigte Installation muss trotzdem erhalten bleiben, sonst ist keine
Serienfertigung möglich. Beide Wege aus derselben Datei: dieselbe Vorbelegung, einmal mit und einmal
ohne interactive-sections.
Zwei Funde, die dabei aufgefallen sind
In der heutigen Autoinstall-Datei fehlt ein identity-Abschnitt. Ubuntus Autoinstall verlangt
entweder ihn oder Benutzer über user-data; ohne beides bricht der Installer ab. Das fällt beim
ersten Bau auf — besser, man weiß es vorher.
Der Zeitschalter steht auf 1. Für die unbeaufsichtigte Installation richtig, für ein Menü mit Auswahl unbrauchbar.
Was ausdrücklich nicht entschieden ist
- Ob der Konsolenbereich eine Textmaske oder ein Menü in einer Schleife ist. Beides trägt; die Wahl gehört zur Umsetzung.
- Ob Plymouth im Start-Abbild des Mediums ersetzbar ist. Zu prüfen, nicht anzunehmen.
- Der Inhalt des Diagnosepakets. Er berührt den Offline-Rückweg (
O-5im Backlog) und gehört dort entschieden.
Grundlage: ADR-0002, ADR-0004, ADR-0005 · Vergleich: Installer von Proxmox VE ·
Nichts davon ist gebaut.